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Der Medizinball ist ein grundlegendes Trainingstool

veröffentlicht am 10.01.2019

Bei Medizinball Training denken viele immer noch ein wenig an Schule und Zirkeltraining – also „old-school“. Woran liegt das?

Das liegt wahrscheinlich vor allem am Namen. „Medizin“ hört sich für uns einfach nicht wirklich attraktiv an. Ähnlich wie mit dem guten alten Tau, das nun öfters Battle Rope heißt.

Ein anderer Grund, der unter näherer Betrachtung eigentlich eher positiv ist, dass der Medball einfach auch schon so lange ein grundlegendes Trainingstool ist. Und das hat eben auch seinen guten Grund. Allerdings hat sich das Medizinball Training mit der Zeit weiterentwickelt und es wäre wirklich zu schade dieses Treffen von „Oldschool“ und „Newschool“ zu verpassen.

Was sind die großen Vorteile des Medizinball Trainings?

Die großen Vorteile des Medizinball oder aber Medball Trainings liegen vor allem in der enormen Vielfalt der Übungen und der Mobilität für Personal Trainer und Athletik Trainer oder für Trainingseinheiten außerhalb eines Gyms. Zu dem kann ich mit dem Medball Training eine riesige Zielgruppe erreichen. Absolut jeder kann von einem sinnvollen Medball Training profitieren. Nicht umsonst greifen z.B. Profi-Teams aus dem Hochleistungssport sowie Physiotherapeuten im Rehasport gleichermaßen auf einen Einsatz des Medball im Training zurück.

Welche Trainingsziele kann man am besten mit dem Medizinball erreichen?

Wir können sehr viele verschiedene Trainingsziele mit dem Medball erreichen. Ein paar entscheidende Vorteile gegenüber vielen anderen Trainingsgeräten: Man kann ihn zum ballistischen Training nutzen. Simple gesprochen – ich kann ihn wegwerfen. So banal es klingt, macht es einen großen Unterschied im Trainingseffekt. Um Schnelligkeit und Explosivität einer Bewegung zu steigern, sollte ich über die gesamte Bewegungsamplitude Geschwindigkeit aufbauen, ohne dass ich schon vorher schon anfangen muss abzubremsen. Ich lerne dadurch Kraft komplett zu übertragen. In meinen Augen ist der Medball das Trainingstool schlechthin zum Steigern des „rate of force development“ bzw. der Start- und Explosivkraft.

In vielen Sportarten – besonders in komplexen Spielsport- oder Zweikampfsportarten, muss ich lernen Kraft in mehrere Bewegungsrichtungen gleichzeitig ausüben zu können. Eine besondere Herausforderung dabei sind die auftretenden Rotationskräfte. Auch hier hilft mir das Training mit dem Medball, um solche Bewegungsmuster effektiv zu trainieren.

Wie setzt du das Medizinball Training ein?

Das Training mit dem Medball kann im Dynamic Warmup und als Tool im Explosivkrafttraining eingesetzt werden. Er eignet sich hervorragend zum Ausüben der „Complex Method“. Eine Methode, bei der eine Übung zum Steigern der Maximalkraft mit einer explosiven Bewegung kombiniert wird. Außerdem findet das Medball Training im

Ausdauertraining, Rotations- und „Antirotationstraining“ Verwendung. „Antirotationstraining“ heißt der von außen einwirkenden Kraft, z.B. einem diagonal zu fangenden Medballpass, mit so wenig Konterbewegung wie möglich entgegenzuwirken. Zudem kann der Medball ein sehr nützliches Trainingsgerät bei der Technikeinführung in komplexe Bewegungsformen und Bewegungsprinzipien sein. Im Training bei uns gibt es auch spezielle Dynamic Days – bei denen wir sehr viel Wert auf Schnelligkeits- und Explosivkrafttraining legen. Dabei kommt der Medball natürlich viel zum Einsatz.

Was sind effektive Übungen?

Hier gibt es natürlich auch eine Vielzahl an Antworten. Aber alle Formen des Medball-Throws (dazu gehörig auch der Overhead und Rotational Slam) sind äußerst effektiv zum Steigern der Start- und Explosivkraft. Besonders uni-laterale, also einbeinig oder einarmig ausgeführte Bewegungen sind enorm effektiv, um die Effizienz und das Verständnis von kinetischen Ketten, oder auch „Power Flow“, des Athleten zu verbessern. Auf dem Summit werde ich die Übungsreihe „Flow Slammer“ näher vorstellen. Zum Training der Rumpfmuskulatur eignet sich beispielsweise der „V-Up“ oder der „Impact Sit Up“. Auch bietet uns der Medball die Möglichkeit Trainingsreize durch „Impact“ zu setzen. Die Besonderheit bei Impactbelastungen ist, dass die Muskulatur in Bruchteilen von Sekunden das belastete Gelenk versteifen muss, um kurzdarauf wieder zu entspannen, so dass wir die Bewegung in einem Zyklus fortsetzen können. Dabei lernt der Körper Spannung und Entspannung schnell hintereinander zu schalten.

Wo liegen Gefahren beim Medizinball Training?

Die Gefahren liegen vor allem in unkontrollierten Bewegungen. Je höher die Geschwindigkeit und Intensität, desto gefestigter muss meine Bewegung sein. Eine besondere Vorsicht ist bei Rotationsbewegungen angebracht. Eine Voraktivierung der Muskulatur durch das Ausüben einer „Joint Control Checklist“ ist dabei ein sinnvoller Coaching Point. Immer dran denken: „Power is nothing without control“.

Quelle: Functional Training Magazin

Von: Christian Mohr

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