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Motivation: Musik

veröffentlicht am 06.02.2019

Mit Musik geht alles besser: oder doch nicht?

Wenn ich trainiere, höre ich normalerweise Musik. Das tun die meisten Athleten, die ich kenne. Wenn man sie nach ihren Gründen fragt, sagen sie normalerweise, dass sie dadurch motiviert bleiben, und es gibt auch genügend Forschungsergebnisse, die das bestätigen!

Aber: Musik ist Luxus. Wenn es für dich einen anderen Stellenwert hat, dann stimmt etwas nicht.

Du gehst ins Gym und nicht auf ein Rockkonzert; du bist hier, um zu trainieren, und deshalb sollte dein Training auch oberste Priorität haben. Natürlich kannst du registrieren, welche Musik gerade läuft, und sie gut oder schlecht finden; es wäre ja auch praktisch unmöglich, das völlig auszublenden. Es wird in deinem Leben viele Momente geben, in denen du Probleme haben wirst, dich zu einem Workout oder einer bestimmten Übung aufzuraffen – du bist vielleicht zu müde, hast Schmerzen oder bist von Alltagsproblemen abgelenkt –, und an solchen Tagen kann die richtige Musik deine Stimmung durchaus positiv beeinflussen.

In solchen Fällen finde ich es auch völlig in Ordnung, wenn du die Musik aufdrehst, um ein hartes Workout bis zum Ende durchzuziehen. Aber ich bin davon überzeugt, dass du auch ohne Musik auskommen kannst – ob das nun heißt, dass du ganz ohne Beschallung trainierst oder die Musik eines anderen Athleten mithörst, die in deinen Ohren vielleicht grausam klingt, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.

Nachfolgend einige meiner Regeln zu Musik und Training:

Motivation:

Wie gesagt – höre Musik, wenn sie dir hilft, an Tagen motiviert zu bleiben, an denen du lieber zuhause vor dem Fernseher sitzen willst statt deine Gewichtheberschuhe zu schnüren.

Konzentration:

Beim Training muss man konzentriert sein. Du musst in jeder Session konzentriert bei der Sache sein, sonst lässt du schnell nach. Wenn du im Training über Tausend Dinge nachdenkst, wird dein Workout nicht gut laufen. In diesen Fällen kann Musik deine Gedanken zum Schweigen bringen – du denkst nicht mehr an viele Dinge, sondern nur noch an zwei: dein Training und die Musik. Das ist deutlich besser. Aber Musik darf niemals im Mittelpunkt stehen. Wenn du mehr auf das Lied achtest, das gerade läuft, als auf den aktuellen oder nächsten Satz, solltest du deine Prioritäten überdenken.

Pfoten weg:

Wenn du während des Trainings Musik hörst, dann höre sie nur. Wenn du nach jedem Song dein Smartphone oder deinen MP3-Player zückst, um nach Liedern zu suchen, die du lieber hören willst, dann verstößt du gegen die vorige Regel. Suche dir bessere Musiker oder Gruppen aus, die mehr als nur ein gutes Lied pro Album herausbringen, und spiele es konsequent durch. Oder nutze die moderne Technik und erstelle im Voraus eine Playlist, die du dann durchhörst.

 

Soziale Medien & dein Smartphone:

Ich finde es immer noch zehn Mal besser, wenn meine Athleten auf die Musik achten, die gerade läuft, als wenn sie zwischen den Sätzen mit ihren Smartphones spielen und sich in sozialen Netzwerken tummeln. Wenn dir Musik dabei hilft, den Drang zu unterdrücken, Tausende unwichtiger Posts zu lesen, dann schalte sie bitte an.

Klappe halten:

Wenn du im Kraftraum bist und mit anderen Sportlern trainierst, dann beschwere dich nicht über die Musik, wenn du dem Interpreten, Genre usw. nichts abgewinnen kannst. Trage es mit Fassung. Sei ein verdammter Athlet und tu das, wofür du gekommen bist. Als Coach habe ich klar gemacht, dass ich in dem Moment, in dem sich jemand über die Musik beschwert, die Soundanlage ausschalte. Als Geräuschkulisse gibt es dann nur noch schweres Atmen, Keuchen und Ächzen.

Ohrhörer raus:

Wenn du mit deinem Coach oder deinen Mannschaftskameraden trainierst, dann zieh die Ohrhörer aus. Es ist sehr respektlos, wenn ein Athlet im Training Ohrhörer trägt – er signalisiert damit, dass es ihn nicht interessiert, was sein Coach zu sagen hat. Vielleicht ist das gar nicht deine Absicht, aber wenn der Coach das denkt, dann ist es eben so. Davon abgesehen muss dein Coach in der Lage sein, schnell und einfach mit dir kommunizieren zu können. Er/sie sollte nicht erst deine Aufmerksamkeit auf sich ziehen müssen, um dir zu helfen, ein weniger schlechter Athlet zu sein. Tu zumindest so, als wäre dir sein/ihr Feedback wichtig. Wenn es dich nicht interessiert, was dein Coach zu sagen hat, dann musst du auch nicht mit ihm/ihr trainieren. Wenn du in einem Kraftraum mit vielen Störfaktoren trainierst und du keinen Coach hast, der mit dir arbeiten kann, dann solltest du allerdings unbedingt Ohrhörer anziehen und möglichst grimmig dreinblicken, damit man dich in Ruhe lässt und dich nicht in Gespräche verwickelt – beispielsweise um dich zu fragen, ob du weißt, wie der Snatch nach der Scoop-Methode geht, oder dass die besten chinesischen Gewichtheber ihre Arme über dem Kopf einwärts rotieren.

Das Fazit ist ziemlich klar: Setze Musik nur als Trainingshilfe ein und mache sie nicht zu einem Hindernis, das dich davon abhält, Fortschritte in einem Sport zu machen, der an und für sich schon schwer genug ist.

Quelle: Functional Training Magazin

Von: Greg Everett

 

 

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